Am 21. September hat RTL regional einen Bericht über unsere Bushaltstelle ausgestrahlt, die sich in unserem Dementenbereich “Haus Poppe” befindet.
Die Bushaltstelle ist eine Attrappe, um ruhelose BewohnerInnen eine Pause zu gönnen. Häufig besteht ein großer Laufdrang; die Personen möchten nach Hause, laufen, um dorthin zu kommen. Häufig handelt es sich dabei aber nicht um das zuhause, bevor sie bei uns eingezogen sind, sondern ihr Elternhaus in der Jugendzeit oder der Kindheit. Dann entdecken sie die Bushaltstelle und warten. Diese Wartezeit ist die Möglichkeit für das Personal mit den BewohnerInnen ins Gespräch zu kommen – und im wahrsten Sinne des Wortes: dort abzuholen, wo sie stehen. Einerseits sprichwörtlich von der Bushaltestelle, um gemeinsam einen Kaffee zu trinken und andererseits im übetragenen Sinne, um in diesem Gespräch biografieorientiert auf die BewohnerInnen einzugehen und validierend (wertschätzend) auf ihre Anliegen einzugehen. Dabei wird nicht das Gesagte in seiner Richtigkeit bewertet, sondern es geht darum “ein offenes Ohr” für die BewohnerInnen zu haben, da zu sein und die Anliegen zu verstehen.